Die politischen Rahmenbedingungen für unsere bayerischen Tourismus verbessern

Als Tourismuspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im Landtag setze ich mich dafür ein, die politischen Rahmenbedingungen zu verbessern: Die Tourismusbranche in Bayern soll weiter wachsen und die Wettbewerbsnachteile gegenüber unseren Nachbarländern Österreich und Schweiz müssen reduziert werden. 

Bayern ist Tourismusland Nr. 1 in Deutschland. Mit fast 81 Millionen jährlichen Übernachtungen und rund 31 Milliarden Euro Bruttoumsätzen pro Jahr stellt die Tourismusbranche einen beträchtlichen Wirtschaftsfaktor für Bayern dar. Vom Tourismus profitieren aber nicht nur die rund 530.000 Beschäftigten der Hotellerie und Gastronomie, sondern auch der Einzelhandel, die Dienstleister und das Handwerk. Der Tourismus gilt zu Recht als Leitökonomie Bayerns.

Dennoch ist die Tourismuswirtschaft in Bayern noch eine massiv unterschätzte Wirtschaftsbranche. Meine Aufgabe als Tourismuspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag ist es, mich für eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Tourismusbranche einzusetzen. Es geht mir darum, gemeinsam mit den wichtigsten Tourismusakteuren wie den Tourismusverbänden, dem DEHOGA Bayern, der IHK, dem ADAC etc. eine klare Strategie zu entwerfen, wie sich der Tourismus in Bayern weiterentwickeln und wie die Branche weiter wachsen kann.

1. Straffung der Organisationsstrukturen

klare Festlegung der Zuständigkeiten sowie eine Reduktion der zahlreichen Ebenen in der aktuellen Organisationshierarchie. Die Tourismusstruktur und die touristische Vermarktung sollten sich in Zukunft an touristischen Destinationen orientieren. Bis dato sind die touristischen Institutionen meist an politischen Grenzen orientiert, statt Destinationen werden einzelne Gemeinden und Landkreise vermarktet. Dieses Kirchturmdenken muss überwunden werden.

2. Finanzierung

Eine langfristige und verlässliche Finanzierung ist aktuell oft nicht gesichert, da die als Verbände oder Vereine eingetragenen Tourismusinstitutionen von öffentlichen Geldern (Fördermittel etc.) abhängig sind. Um die Tourismusfinanzierung auf eine verlässliche und solide Basis zu stellen, müssen Modelle entwickelt werden, wie privatwirtschaftliche Unternehmen in die Entscheidungsgremien eingebunden und an der Finanzierung beteiligt werden können. Die Stadt München hat sich für ein PPP-Modell entschieden: Es wurde ein sog. Tourismusfonds gegründet – eine Organisation, in die Stadt und Wirtschaftsunternehmen/ Verbände zu jeweils 50 Prozent einzahlen und mitentscheiden.

3. Qualitätssteigerung

Erstklassige Qualität in allen Tourismussektoren und Kategorien muss das Ziel sein. Wir müssen das traditionsreiche bayerische Image noch stärker mit dem Zusatz „höchste Qualität" verknüpfen. Erstklassige Qualität ist die Voraussetzung, dass Urlaubsgäste sich ein zweites oder drittes Mal für das Tourismusland Bayern entscheiden.