24. 11. 17

"Auch mal das Smartphone ausschalten"

 

An Jugendliche ohne Smartphones ist nicht mehr zu denken. Regelmäßig wird ein Kommentar bei Facebook hochgeladen, ein Bild bei Instagram gepostet oder auf YouTube das ein oder andere Video angeschaut. Doch sind sich Jugendliche der Tatsache bewusst, dass das Internet nie vergisst? Dass im Internet nicht immer alles der Wahrheit entspricht, was dort geschrieben wird? Dass Bilder oder Kommentare, die vor Jahren gepostet worden sind, für immer abrufbar sind und sich möglicherweise negativ auf den späteren Lebensweg auswirken können?

Es gibt noch viele weitere Gefahren im Internet, auf die Jugendliche aufmerksam gemacht werden müssen. Besonders in der heutigen Zeit, in der die Digitalisierung immer weiter voranschreitet, ist die Aufklärung der Jugendlichen im Umgang mit Medien und die Vor- und Nachteile des Internets ein besonders wichtiger Aspekt in der Bildung und Erziehung von Jugendlichen. Dazu gehört auch den Jugendlichen zu zeigen, dass es vernünftig ist auch mal das Smartphone auszuschalten und sich mit den Menschen in seinem Umfeld zu beschäftigen. Diese Themen werden bis heute meist ausschließlich in der Schule und bei schulischen Veranstaltungen angesprochen. Der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner hat sich nun für das Projekt „Medienführerschein für außerschulische Jugendarbeit“ stark gemacht. In dem Projekt geht es vor allem darum, Jugendliche auch außerhalb der Schule bei dem verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu unterstützen.

Schirmherr und Initiator Klaus Stöttner stellte dieses neue Projekt, welches zusammen mit der Bayerischen Staatsregierung und der Stiftung Medienpädagogik entstanden ist, dem Kreisjugendring in Rosenheim vor. „Mit diesem Projekt können wir unsere Kinder vor Gefahren des Internets schützen“, so Stöttner. Ebenfalls ist Klaus Stöttner mit dem Stadtjugendring im Gespräch, um den Medienführerschein auch auf Stadtebene einzuführen.

Besonders Jugendleiterinnen und Jugendleiter von Jugendfeuerwehren, Trachtenvereine oder Sportvereine, in denen Jugendliche ihre Freizeit verbringen, sollen als qualifizierte Ansprechpartner den Jugendlichen in ihrem Umgang mit Medien zur Seite stehen. Dazu wurde eine Schulungseinheit erarbeitet, die speziell die Medienkompetenz der Jugendleitungen und deren digitale Souveränität verbessert und stärkt. Diese Schulungseinheit gibt den Jugendleitungen einen Überblick über mediale Themen, die im Kontext des Erwachsenwerdens in der heutigen Medienwelt für Kinder und Jugendliche wichtig sind. Dazu gehören Mediennutzung, Selbstdarstellung und verletzendes Online-handeln. „Mein Ziel ist es, mit diesem Projekt die Medienkompetenz der Jugendleitungen zu steigern, damit sie Kinder und Jugendliche bei einem reflektierten Umgang mit Medien begleiten zu können.“

Klaus Stöttner will als Initiator des Medienführerscheins Kinder und Jugendliche auf einen vernünftigen Umgang mit ihren Smartphones vorberieten, dass neben der Aufklärung von Gefahren auch das einfache Ausschalten des Smartphones beinhaltet. „Nur durch Hilfe von anderen können Jugendliche zu verantwortungsvollen Nutzern des Internets erzogen werden, die in einer digitalen Zukunft unerlässlich sein werden.“, so der Abgeordnete.

 

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