11. 10. 11

Spitzenmedizintechnik made in Rohrdorf - Stöttner besucht die Medi-Globe GmbH

stoettner_mediglobe_201109_aAls einer der größten Klinikstandorte Deutschlands hat sich die Region Rosenheim längst einen Namen gemacht.

Dass hier unterdessen auch die Medizintechnik-Branche eine bedeutende Rolle spielt, davon konnte sich jetzt der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner bei einem Blick hinter die Kulissen der Medi-Globe GmbH in Achenmühle (Gemeinde Rohrdorf) überzeugen:

"Mehr oder weniger von der Öffentlichkeit unbemerkt nimmt der Hersteller medizinischer Instrumente europaweit den Spitzenplatz im Bereich flexible Endoskopie ein und rangiert hier weltweit an fünfter Stelle."

Die Medi-Globe Corporation wurde 1990 in Kalifornien als Import-, Verkaufs- und Vertriebsunternehmen für Medizinprodukte gegründet. 1996 verlagerte Medi-Globe durch die Übernahme von GIP MedizinTechnik in Grassau ihren Schwerpunkt auf minimal-invasive Chirurgie und übernahm im Lauf der Jahre schließlich eine ganze Reihe von Unternehmen in Europa in den Bereichen Gastroenterologie, Urologie und Krankenhausbedarf.

Heute definieren diese Tochtergesellschaften das Kerngeschäft und bilden das Rückgrat der weitverzweigten Unternehmensgruppe, wie Geschäftsführer Oliver-Marc Rados im Gespräch mit MdL Klaus Stöttner und dem Rohrdorfer Bürgermeister Christian Praxl verdeutlichte. Ihre Produkte vermarktet Medi-Globe dabei in rund 50 Ländern.

In Achenmühle sind mit der Medi-Globe GmbH und Urotech insgesamt 80 Mitarbeiter des komplexen Firmengeflechts angesiedelt. Das dritte Standbein in der Region bildet die UroVision GmbH in Willing/ Bad Aibling mit rund 40 Beschäftigten. Erklärtes Ziel der Unternehmensleitung ist es nun, diese drei Einzelbetriebe möglichst bis 2013 an einem größeren, zentralen Standort unter ein Dach zu bringen.

Überrascht und tief beeindruckt zeigten sich der Landtagsabgeordnete Stöttner wie auch Bürgermeister Praxl von der Entwicklung und dem wirtschaftlichen Standing des Unternehmens: Mit mehreren Standorten in Deutschland sowie Niederlassungen und Büros in Frankreich, den USA, Brasilien und China generierte die Firmengruppe im Jahr 2010 mit 650 Mitarbeitern etwa 90 Millionen Euro Umsatz (Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor waren es 18 Millionen Euro mit 180 Beschäftigten gewesen.) Und für 2012 peilt Finanzchef Jens-Peter Freund bereits „einen dreistelligen Betrag“ an.
 
Besondere Bedeutung misst Stöttner dem Unternehmen mit Fertigungsstätten in Deutschland und Tschechien insbesondere im Hinblick auf die Gesundheitsregion Rosenheim bei; allein, die Medizintechnik führe hier offenkundig „ein Schattendasein“. Selbst eine branchenspezifische Vernetzung sei de facto nicht vorhanden, bedauert auch Rados: „Die Unternehmen untereinander kennen sich gar nicht.“
 
Über die Hochschule Rosenheim, ist Stöttner jedoch fest überzeugt, könnten hier wertvolle Kontakte – auch zu angehenden hochqualifizierten Fachkräften - geknüpft werden.
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