16. 10. 12

Berggespräch der CSU-Fraktion

Die CSU-Fraktion hat im Rahmen eines „Berggesprächs" Kommunalpolitiker, Bürgermeister und verantwortliche Verbände aus dem Alpenraum eingeladen, um Lösungsvorschläge im Spannungsfeld von Umweltschutz und Wirtschaftsinteressen zu diskutieren.


berggespraech stoettnerCSU-Fraktionschef Georg Schmid und der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Tourismus der Fraktion, Klaus Stöttner, betonten, wie wichtig es mit Blick auf die kommenden Jahre sei, jetzt unterschiedliche Interessen an einem Tisch zu bringen und um mehr gegenseitiges Verständnis zu werben.

Die Kulturlandschaft Alpen mit ihren Almbauern soll, so Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner, erhalten werden. Hierfür müssen Kompromisse zwischen den verschiedenen Interessen gefunden werden.


Stöttner begrüßte die Verantwortlichen aus den Bayerischen Alpen, darunter DAV-Präsident Hanspeter Mayr und Vizepräsident Ludwig Wucherpfennig.

Auch Dr. August Markl, ADAC-Präsident Südbayern, und Prof. Dr. Theo Eberhard, Dekan des Studiengangs Tourismus-Management an der FH München, sowie der Vorsitzende der Almbauernvereinigung, Georg Mayr, nahmen am „Berggespräch" teil. Die Bergwacht vertrat Geschäftsführer Gerhard Oberer, für die CIPRA war Geschäftsführer Stefan Witty und für den Deutschen Seilbahnverband Peter Lorenz anwesend.

Hanspeter Mayr, Präsident des Deutschen Alpenvereins, hob in seinem Impulsreferat hervor, dass es in der Abwägung der Bewahrung der Schöpfung und nötigen Infrastrukturmaßnahmen in den Bergen immer Kompromisse geben muss. In der Diskussion gingen die Teilnehmer auch auf derzeit aktuelle Einzelfragen im Alpenraum ein und stellten ihre Lösungsvorschläge vor: Für Mountainbiker, die häufig im Konflikt mit Wanderern stehen, sollen künftig Kollisionen durch bessere Beschilderung bzw. Festlegung von Routen vermieden werden. Beim Thema „Tourengehen auf Pisten versus Skifahren" sollen die Sicherheitsprobleme durch spezielle Aufstiegsspuren für Tourengeher gelöst werden.

Ein weiterer Punkt war der Naturschutz im Gegensatz zu häufig angebotenen Beschneiungsteichen: Auch bei diesem Punkt wurde Konsens erreicht, dass es für eine wirtschaftliche Nutzung der Alpen nötig ist, die schöne Naturlandschaft möglichst zu erhalten, da ansonsten die Touristen nicht kommen. Alle Teilnehmer stimmten darin überein, dass ein nachhaltiger Tourismus unerlässlich ist. Sogenannte „Bergsteigerdörfer" könnten in diesem Zusammenhang ein interessantes Konzept sein.

Zum Abschluss des „Berggesprächs" fasste AG-Vorsitzender Stöttner die Ergebnisse zusammen und betonte, dass der Dialog mit den Verantwortlichen aus dem Alpenraum weitergeführt werden soll.

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